Leistungen & Kosten

Als Rechtsanwältin bin ich Dienstleisterin. Ich biete Dienste wie Rechtsberatung, Vertretung vor sämtlichen ordentlichen Gerichten, Eingaben in Verwaltungsverfahren, Erstellung von Kauf- und Mietverträgen und der gleichen mehr an. Aufgrund meines Anglistik/Amerikanistik Studiums bin ich gerne bereit, sämtliche Korrespondenz auch in englischer Sprache zu führen bzw. Urkunden in englischer Sprache zu verfassen.

Im Zuge des Erstgesprächs wird die Abrechnungsart (nach Tarif, Pauschale, Stundensatz etc.) besprochen und eine ungefähre Einschätzung erfolgen. Auch die Leistung eines Kostenvorschusses kann notwendig sein (weitere Informationen hier).

Kurze telefonische allgemeine Anfragen, insbesondere bezüglich einer groben Einschätzung voraussichtlich anfallender Kosten sind kostenlos und unverbindlich. Fragen kostet in diesem Fall nichts.

Für den Fall, dass dem Erstgespräch keine Beauftragung/Bevollmächtigung erfolgen sollte, erlaube ich mir, Kosten für das Erstgespräch zu verrechnen. Je nach Dauer und der Notwendigkeit, dass bereits vor dem Gespräch eine Evaluierung der Unterlagen stattfinden musste, variieren diese zwischen EUR 150,00-200,00 (exklusive USt.) pro Stunde. Sollte das Erstgespräch bereits in der Justizanstalt stattfinden, werden die Kosten der Anfahrt (Kilometergeld und Zeitversäumnis) separat verrechnet. 

Ich empfehle bereits vorab über die voraussichtlich entstehenden Kosten zu sprechen, sodass Klarheit herrscht. Außerdem sollte abgeschätzt werden, ob sich ein allfälliges Verfahren lohnt. Die Vereinbarung über die voraussichtlich anfallenden Kosten sollte schriftlich festgehalten werden.

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Wie erfolgt die Kostenberechnung?

Grundsätzlich ist es jedoch so, dass die Kosten vom Streitwert abhängen, der teilweise gesetzlich geregelt ist (RATG, AHK), teilweise jedoch davon abhängt, welche Summe geltend gemacht wird (bspw. in Schadenersatzfällen) oder um welches Delikt es im Strafverfahren geht. Die Höhe der Kosten ist auch davon abhängig, wie aufwändig ein Verfahren ist (z.B. wie viele Verhandlungen notwendig werden oder wie viele Stunden an Aufwand ein gewisses Ergebnis erfordert).

Neben den Anwaltskosten fallen bei Miteinbeziehung des Gerichtes auch Gerichtsgebühren an (Pauschalgebühren, Eintragungsgebühren, Vollzugsgebühren etc.). Je nach Materie wird im Zuge des Erstgespräches darauf hingewiesen, welche Kosten entstehen können oder jedenfalls entstehen – dies betrifft auch sämtliche Abgaben.

Wer zahlt?

Das kommt auf die Materie an. Im Zivil- und Exekutionsverfahren zahlt die unterlegene Partei der obsiegenden Partei die entstandenen Kosten im Ausmaß ihres Obsiegens. Wenn beide Parteien zum Teil Recht bekommen, können die Kosten auch gegeneinander aufgehoben werden, dann zahlt jede Partei ihre eigenen Kosten.

Im Außerstreitverfahren gibt es Üblicherweise keinen Kostenersatz (lediglich in Ausnahmefällen bzw. nach Billigkeit). Das heißt, dass jede Partei die ihr entstandenen Kosten selbst zu tragen hat.

Im Strafverfahren ist der Staat (Ausnahme: Privatanklage) Ankläger und kann bei einem Freispruch ein Antrag auf Leistung eines Beitrags zu den Kosten der Verteidigung gestellt werden, der je nach Gerichtszuständigkeit bzw. Schwere der Tat und Ausmaß der Verteidigung variiert. Dieser Beitrag wird sodann von den mir angefallenen Kosten abgezogen.

In Verwaltungsverfahren gibt es grundsätzlich ebenfalls keinen Kostenersatz. Ausnahmen bestehen hinsichtlich der Anrufung des Verwaltungs- oder Verfassungsgerichtshofes mittels Revision oder Beschwerde wegen der Verletzung von verfassungsrechtlich gewährleisteten Rechten.

Für den Fall, dass eine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist, trete ich mit dieser in Kontakt und bezahlt diese bei Deckung (je nach Vertrag vollständig oder bei vereinbartem Selbstbehalt teilweise) meine Kosten. Gerne kläre ich nach Bekanntgabe deiner Polizzennummer direkt mit dem Versicherungsinstitut ab, ob eine Deckung besteht.

Verfahrenshilfe

Für Personen, denen die Führung eines Prozesses ohne die Beeinträchtigung des eigenen Unterhalts nicht möglich ist, kann unter Umständen Verfahrenshilfe gewährt werden. Dies jedoch nur auf Antrag und muss auch die Voraussetzung vorliegen, dass die beabsichtigte Prozessführung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint. Den Antrag auf Verfahrenshilfe findest du unter Downloads. Dieser ist beim Gericht erster Instanz einzubringen (dies kann auch mündlich, bspw. am Amtstag bei Gericht erfolgen). Es ist möglich, eine Befreiung von

  • Gerichtsgebühren und anderen bundesgesetzlich geregelten staatlichen Gebühren
  • Kosten von Amtshandlungen außerhalb des Gerichts
  • Gebühren der Zeugen, Sachverständigen, Dolmetscher, Übersetzer, sowie der Beisitzer (fachkundige Laienrichter in Arbeits- und Sozialgerichtssachen)
  • Notwendigen Barauslagen (z.B. des Rechtsanwalts)
  • den Kosten des Rechtsanwaltes

zu erreichen. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt durch das Gericht mit Beschluss und richtet sich der Umfang der gewährten Verfahrenshilfe nach dem jeweiligen Einkommen, der Schulden und Verpflichtungen (z.B. Unterhalt).

Wichtig: Sollte Verfahrenshilfe gewährt werden, bestehen lediglich für die eigenen Verfahrenskosten Begünstigungen. Die Kosten des Gegenvertreters müssen bei Obsiegen der Gegenseite trotzdem bezahlt werden. Diese werden vom Gericht festgelegt.